Support us now!

The Institute for Bible Translation Russia/CIS is a non-profit organization financed through contributions from individuals, sponsoring organizations and foundations. By clicking on the "Contribute" button in the main menu, you can easily make a one-time or regular (monthly) donation, that will support our Bible translation projects.

30th anniversary of IBT in Russia

In 2025 IBT celebrates the 30th anniversary of its work in Russia. The anniversary celebration was held as part of an international conference called "Linguistic Forum 2025: Bible Translation as a Means of Language Preservation and Development. Traditions and New Approaches," organized by IBT and the Institute of Linguistics (RAS).  Read more

newsletter-02092023

Herbst 2023 Rundbrief

Die usbekische Bibel wurde als  erste vollständige Bibel in der Muttersprache des über dreissig Millionen zählenden  usbekischen Volkes  in 2016 veröffentlicht. Seither wird sie in allen christlichen Gemeinden gelesen und wurde auch in die usbekische Gesellschaft insgesamt integriert.  Die usbekische Bibel-App für Smartphones hält seit mehreren Jahren in Folge den Rekord als die am häufigsten heruntergeladene IBT-App. Eine der Übersetzerinnen des Projekts, nennen wir sie Esther (sie bat uns, ihren richtigen Namen nicht zu verwenden, da Usbekistan ein muslimisches Land ist), erzählte uns mit Begeisterung ein paar Geschichten über ihre langjährige Arbeit im Projekt und wie die Bibel von den Menschen aufgenommen wird.

"Die usbekischen christlichen Gläubigen freuten sich sehr darauf, die ganze Bibel zu erhalten. Die Einstellung zur Bibel im traditionell islamischen Volk  ist unterschiedlich, aber was alle unsere Leser und Leserinnen unabhängig von ihrer Religion gelobt haben, war die Schönheit und Klarheit der Sprache der übersetzten Texte...

newsletter-020322

Rundbrief, Frühling 2022

Der zweispitzige Berg Elbrus liegt direkt an der Grenze zwischen Kabardino-Balkarien und Karatschai-Tscherkessien in der nordwestkaukasischen Region Russlands. Viele bekannte Legenden und Mythen wurden von den Einheimischen neu interpretiert und mit ihrer Heimat und diesem gewaltigen Berg in Verbindung gebracht. So suchten hier die Argonauten nach dem Goldenen Vlies, und Prometheus, der den Menschen das Feuer schenkte, wurde am Elbrus an einen Felsen gekettet. Das Volk der Abaza verbindet den Elbrus mit der biblischen Geschichte der Sintflut. Nach einer Legende der Abaza soll Noahs Arche am Elbrus Halt gemacht haben. Noah wandte sich an den Berg: „Bitte halte die Arche an, lass sie auf deinem Gipfel verweilen!“ Doch der Berg verweigerte sich dem rechtschaffenen Mann, worauf der Herr ihn bestrafte und seine Spitzen in zwei Teile spaltete, so dass die Arche schliesslich auf dem Berg Ararat anhalten konnte.

newsletter-060122

Rundbrief, Winter 2021-2022

Chakassien in Südsibirien ist in mancher Beziehung ein einzigartiges Land. Es gilt zu Recht als das „archäologische Mekka“ Sibiriens, ein Land mit reicher Geschichte und alter Kultur. Mehr als 30‘000 archäologische Funde sind hier bewahrt. Chakassien wird auch „das Land der 1000 Seen“ genannt und ist für die Heilkraft des mineralhaltigen Wassers in einigen dieser Seen bekannt. Der Tus-See (auf Chakassisch „Salzsee“) wird sogar „das chakassische Tote Meer“ genannt. Wie im Toten Meer in Israel kann man sich auf das salzhaltige Wasser legen ohne unterzugehen.

Das chakassische Volk stammt von den Jenissei-Kirgisen ab, die im 7. Jahrhundert n. Chr. über Chakassien herrschten und später von mongolischen Stämmen erobert wurden. Heute sind die Chakassen weder Moslems, wie etwa die Kirgisen in Zentralasien, noch Buddhisten, wie die benachbarten Tuwiner, die in ihrer Geschichte zeitweise auch von der Mongolei beherrscht worden waren.

newsletter-050921

Rundbrief, Herbst 2021

Die erste Ausgabe der tuwinischen Bibel wurde von den Überprüferinnen und Überprüfern sowie der tuwinischen Öffentlichkeit sehr geschätzt. Trotzdem wurde vor kurzem anlässlich eines Treffens des  Übersetzungsteams mit tuwinischen Kirchenvertretern entschieden,  ein Projekt für die Revision dieser Bibel in Angriff zu nehmen. Warum ist das nötig? Der Exeget des tuwinischen Projekts, der IBT-Direktor Vitaly Voinov, beantwortet diese Frage:

„Was immer Menschen auch zustande bringen, es ist nie vollkommen. Selbst wenn wir höchst professionell vorgehen, besteht immer die Möglichkeit, dass die Zeit und eine neue Perspektive aufzeigen, was noch verbessert werden könnte. Dazu kommt, dass die Sprache und die Kultur nie statisch sind, und so muss die Übersetzung immer mit den Veränderungen Schritt halten. Die alten Griechen sagten: πάντα ρεῖ ‚Alles fliesst‘ – so ist es eben auch mit der Sprache und der Kultur. Und wir als Bibelübersetzer müssen das akzeptieren und uns danach ausrichten.