Leitung
Erzpriester Alexander Troizki:
Vorstandspräsident des Instituts für Bibelübersetzung Russland/GUS seit 2003. Er ist der leitende Bibliograf der Synodalbibliothek der Russisch-Orthodoxen Kirche.
Dr. Bronwen Cleaver
Seit 2022 Direktorin des Instituts für Bibelübersetzung in Russland/GUS, Leiterin der Übersetzungsabteilung des IBT, Übersetzungsberaterin. Bronwen Cleaver ist Linguistin und beherrscht neben ihrer Muttersprache Englisch und Russisch auch Altgriechisch, Althebräisch, Latein, Albanisch und Altaisch; derzeit studiert sie die Russische Gebärdensprache. Bronwen lebt seit 2000 in Nowosibirsk (Russland) und war ab 2017 als exegetische Beraterin für das altaische Bibelübersetzungsprojekt tätig. Ihr beruflicher und wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der Bibelübersetzung für Sprachen mit ausgeprägter mündlicher Tradition. Im Jahr 2024 schloss Bronwen ihre Doktorarbeit zu diesem Thema ab. Darüber hinaus bildet sie sich weiter und sammelt Erfahrungen als Beraterin für die Nutzung von Heiligen Texten (Scripture Engagement).
Dr. Vitali Woinow:
Direktor des Instituts für Bibelübersetzung Russland/GUS seit dem 1. Oktober 2013. Dr. Woinow ist Linguist und ein erfahrener Bibelübersetzer. Er hat während 15 Jahren für das IBÜ gearbeitet und beinahe neun Jahre davon in der südsibirischen Region Tuwa verbracht, wo er mithalf, die erste tuwinische Bibelübersetzung zu realisieren, die 2011 herauskam, die überarbeitet und 2025 neu herausgegeben wurde. Darüber hinaus wirkte er als Exeget an der gagausischen IBÜ-Kinderbibel mit, einer Sprache, die in Moldawien gesprochen wird.
Er war der Exeget und Projektkoordinator für die erste Bibelübersetzung überhaupt in der tuwinischen Sprache (veröffentlicht 2011), die überarbeitet und 2025 neu herausgegeben wurde. Er arbeitet als Exeget im tabassaranischen Projekt und als Übersetzungsberater im die gagausischen, lakischen, zakhurischen, balkarischen und karatschaiischen Projekte tätig.
Dr. Marianne Beerle-Moor (1943 - 2026):
Direktorin des Instituts für Bibelübersetzung Russland/GUS von 1997 bis 2013. Sie war eine Spezialistin auf dem Gebiet der Linguistik und der Ethno-Linguistik (kaukasische Studien und lesgische Grammatik), Dr. phil., Dr. h.c. der Russischen Akademie der Wissenschaften und Beraterin für Übersetzungsprojekte.
Im Februar 2002 wurde Marianne Beerle-Moor für die Verdienste des IBÜ in der Förderung der geistlichen und moralischen Bildung in der russischen Gesellschaft der „Orden von St. Dimitri Donskoi und St. Sergius von Radonesch für den Dienst am Vaterland“ verliehen. Im Mai 2005 erhielt sie den „Orden für Zivile Werte der Jakutischen Republik“ für die Arbeit des IBÜ in Bezug auf die Wiederbelebung der Spiritualität und die Übersetzung des Neuen Testaments auf Jakutisch. Im November 2009 wurde ihr die Medaille „Für immer zusammen“ der Kalmückischen Republik für die Arbeit des IBÜ an der Bibelübersetzung auf Kalmückisch verliehen. Im September 2013 ehrte die russisch-orthodoxe Kirche sie mit der renommierten St. Innozenz-Auszeichnung für ihre selbstlose Arbeit in der Förderung der Übersetzung und der Veröffentlichung des Neuen Testaments auf Korjakisch und auf Itelmenisch, Sprachen, die von den Bewohnern von Kamtschatka gesprochen werden.
Von 2013 bis 2026 war Dr. Beerle-Moor Übersetzungsberaterin im lesgischen Projekt.
Im Mai 2026 entschlief Marianne im Alter von 82 Jahren in ihrer Heimatstadt Zürich.
Dr. Borislaw Arapowic:
Gründer des Instituts für Bibelübersetzung, bekannter Spezialist für slawische Sprachen, Dichter, Mitglied der Schwedischen Slawistenvereinigung, des Schwedischen Schriftstellerverbands und des Kroatischen Schriftstellerverbands in Bosnien-Herzegowina, Dr. phil., Dr. h.c. und Ausländisches Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.
Für die Herausgabe der IBÜ-Kinderbibel wurde Arapowic die Leo-Tolstoi-Medaille der Russischen Kinderstiftung verliehen. Weiterlesen